Gesundes Zunehmen

Gesundes Zunehmen

„Du musst doch einfach nur viel essen“
„Zunehmen soll schwer sein?“ oder
„Wenn ich will, dann schaffe ich in einer Woche fünf Kilogramm an Gewicht zuzunehmen!“

waren Sätze, welche ich mir sehr häufig in meiner Phase-des-Zunehmens anhören musste und ehrlich gesagt
hätte ich, anstatt meiner oft so freundlichen Antwort, die meistens lautete: „Ja, ich weiß. Ich bin auch dabei,
danke“ und welche stets von einem müden Lächeln begleitet war, einfach nur kopfschüttelnd gesagt, dass ich
zwar sehr dünn, aber bestimmt nicht blöd bin und sehr wohl weiß, dass ich „einfach nur viel essen muss“ und
„wenn ich wollen würde und GESUND WÄRE auch in einer Woche fünf Kilogramm zunehmen könnte“ und
so gern hätte ich laut vor Wut geschrien: „JA, verdammte Schei*** zunehmen IST schwer!“ und die Hände in
die Luft geworfen, um meiner verzweifelten Fassungslosigkeit vor all den Besserwisser-Antworten noch mehr Ausdruck zu verleihen.

Habe es aus Höflichkeit aber leider nie getan und stattdessen einfach nur Zähne zusammenbeißend, nickend
und stets freundlich, den doch so unglaublich hilfreichen Rat „angenommen“ und kurz danach „in den nächsten Mülleimer geworfen“.

Das mit Abstand Dümmste, was ich mir von gesunden Menschen, die von meiner Krankheit wussten, anhören musste, war jedoch dieser Satz:

„Also ich würde mich freuen, wenn mir das Zunehmen so schwerfallen würde wie dir“

Oh du naiver Idiot, glaub mir, NEIN, das wärst du nicht! Ich habe beide Seiten durchlebt: das Abnehmen
und das Zunehmen – und für mich war nie das Abnehmen das Problem. Das Zunehmen war das, was mich
am meisten Energie und Kraft gekostet hat. Damit will ich aber auf keinen Fall sagen, dass das Abnehmen
IMMER leichter als das Zunehmen ist, denn das hängt von der jeweiligen Person und vor allem von der
Psyche des jeweiligen Menschen ab. Natürlich gibt es die Essstörung auch andersherum und dann kann auch
das Abnehmen das Problem  sein und nicht die Gewichtszunahme, wie es bei mir der Fall war. Aber wirklich,
so etwas von einem gesunden Menschen, der um meine Krankheit wusste und der sich null in die Lage hineinversetzten konnte, zu hören und dabei ganz genau zu wissen, dass der das auch noch ernst meint,
lässt mich auch heute nur noch fassungslos den Kopf schütteln.

Das Zunehmen war wirklich eine der härtesten Aufgaben, die ich zu meistern hatte und natürlich rede ich
jetzt nicht von dem: „Oh-nein-ich-habe-gestern-zu-doll-beim-China-Buffet-und-an-der-Nachtischtheke-reingehauen-und-wiege-jetzt-ein-Kilo-mehr – Zunehmen“, (welcher im Übrigen spätestens in ein paar Tagen
sowieso wieder weg ist), sondern von dem wirklich gesunden, kontrollierten und langzeitigen Zunehmen,
welches für Magersüchtige Notwendig ist, um gesund werden zu können. Ich rede von dem Zunehmen, welches wirklich bewusst betrieben werden muss und welches enorm viel Mut, Kraft, Stärke und Durchhaltevermögen
kostet. Einfach, weil es eben NICHT einfach ist!

Ich wusste schon lange, dass ich zunehmen musste und dass es auch keinen Weg daran vorbei geben würde, doch
leider hat es wirklich lange gedauert, bis ich endlich aufgehört habe mich selbst zu verarschen. Dieser ständige Selbstbetrug, wenn sich das schlechte Gewissen breitmachte. Sobald ich es endlich geschafft hatte an einem Tag
mehr zu essen, ließ ich es den nächsten einfach wieder sein – aus Angst vor der Gewichtszunahme. Dieses Verhaltensmuster zog sich über Monate hinweg und immer, wenn ich mich auf die Waage stellte, um zu
überprüfen, ob ich zugenommen hatte, durchzog mich einerseits das Gefühl der Freude, über die 100 Gramm
„Erfolg“ und gleichzeitig das Gefühl der Angst und der Enttäuschung, da ich jetzt „mehr wog“.

Bis ich endlich anfing etwas an diesem schwachsinnigen Muster zu ändern, hatte ich bereits wertvolle Lebenszeit verschenkt, die ich viel besser hätte nutzen können. Aber besser spät, als nie. Ich begann, mich wirklich mit der gesunden Ernährung auseinander zu setzen und lernte viel über den Kraftsport und den damit verbundenen Muskelaufbau. Ich fing wieder an zu verstehen, dass mein Körper Nahrung braucht, um wirklich reibungslos zu funktionieren und dass Essen eben nichts „Schlimmes“ oder „Gefährliches“ ist, sondern die Quelle unserer Energie, unserer Kraft, unserer Lebensfreude. Ich verstand, dass mein Stoffwechsel runtergefahren war und dass ich viel Zeit brauchen würde, um meinen Körper wieder richtig funktionsfähig machen zu können. Ich setzte mir feste, erreichbare Ziele und verfolgte diese auch bedingungslos.

Da meine Kalorienzufuhr anfänglich ca. bei allerhöchstens 800Kcal lag und ich somit niemals zunehmen könnte, musste ich die Kalorien- zahl langsam hochschrauben. Da ich immer noch große Angst vor dem Zunehmen hatte, begann ich mit 100 Kcal alle vier bis fünf Tage. Manchmal auch nur wöchentlich. Mein Endziel waren 2500 Kalorien und bis dahin war es ein wirklich langer Weg – Aber es funktionierte! Mit jeder Woche klappte die Nahrungsaufnahme besser und es fiel mir immer leichter. In Verbindung mit dem richtigen Krafttraining fing ich sogar langsam an, mich wieder auf die Mahlzeiten zu freuen! Nach jedem Training gab es eine „High-Carb-Mahlzeit“ und meine Angst vor den Kohlenhydraten wurde langsam weniger, bis sie endlich ganz verschwand. Ich fing wieder an Freude am Essen zu haben, aß wieder gerne Reis, Kartoffeln, Haferflocken – all das, was mir früher unmöglich erschien.

Die Kombination aus gesunder Ernährung und einer gesunden Lebensweise mit ausgleichendem Sport, war für
mich genau die richtige Art und Weise, um zunehmen zu können und vor allem, um mich dabei wohlfühlen zu können! Es funktionierte irgendwann sogar so gut, dass ich die Anzahl der Kalorien in kürzeren Abständen erhöhen konnte und auch endlich an Gewicht zulegte-  keine 100 Gramm „Erfolg“, wie in der Zeit als ich mich selbst belog, nein – letztlich schaffte ich in meiner ganzen Zunehm-Phase, welche ungefähr anderthalb Jahre dauerte, ganze 13 Kilogramm und erreichte endlich wieder ein gesundes Gewicht. Natürlich war ein besonders großer Vorteil bei mir auch noch, dass ich glücklicherweise wirklich sehr früh erkannt habe, dass etwas mit mir nicht stimmte und somit handeln konnte und WOLLTE, bevor es zu spät geworden wäre und ich noch mehr an Gewicht verloren hätte. Ich
will gar nicht wissen, wie weit ich mich noch runtergehungert hätte… und ich bin unglaublich froh, die Kraft zum Zunehmen gehabt zu haben!

Als ich dann mit dem Zunehmen richtig begonnen habe, hätte ich niemals gedacht, dass ich mich jemals so wohl fühlen könnte in meinem Körper. Ich hätte niemals gedacht, dass ich mich wirklich schön finden könnte, aber das Projekt Zunehmen hat mir bewiesen, dass es eben doch möglich ist. Das Beste an dem Ganzen war jedoch, dass ich nicht nur viel besser aussah, viel gesünder und stärker war und viel mehr Ausstrahlung hatte, sondern, dass ich endlich glücklich wurde! Ich begann wieder zu lächeln, zu lachen – ich begann wieder zu leben!

All diese Lebensfreude, die ich verloren hatte, ist endlich wieder zurückgekommen!
Meine Gedanken haben endlich aufgehört, sich rund um die Uhr um das Essen und um meine Figur zu drehen.
Ich vergleiche mich endlich nicht mehr mit anderen, sondern bin glücklich – genauso wie ich bin. Bin endlich zufrieden mit mir selbst. Fühle mich endlich wohl. Liebe endlich wie und wer ich bin. Dass das eigene Denken
so dermaßen von einer Krankheit eingenommen werden kann, dass diese sich auf das ganze Verhalten, auf das
ganze Umfeld und auf das ganze Leben ausschlagen kann, hätte ich niemals für möglich gehalten. Aber leider ist
es so. Leider kann diese Krankheit das gesamte Tun und Lassen kontrollieren und den Betroffenen voll und ganz
im Griff haben und diesen lässt sie dann auch nicht einfach kampflos wieder frei. Der Betroffene muss selbst
handeln und das eigene Denken wieder zurückgewinnen!

Nach meiner Erfahrung funktioniert dies leider nicht, indem andere einem sagen, was man zu tun hat oder indem man mit Essen vollgestopft wird, denn das befreit nicht mal annähernd von dem krankhaften Denken, sondern
lässt die Schuldgefühle nur noch stärker werden. Das, was wirklich hilft, ist es, sich eigene Ziele zu setzten. Zu schauen, welches Tempo für einen selbst das Richtige ist. Man muss das Zunehmen wirklich wollen und die eigene Denkart ändern! Das Bild von dem ewigdünnen Menschen muss verschwinden und an Stelle dessen, muss das
Bild eines gesunden, starken und vor allem glücklichen Menschen gesetzt werden. Die Ziffern auf der Waage
müssen an Bedeutung verlieren und im Gegenzug müssen die eigene Gesundheit, die eigene, so unglaublich
wichtige Lebensfreunde und das eigene Wohlempfinden wieder an Dieser gewinnen.

Die wichtigsten Punkte, welche mir bei meiner gesunden Gewichtzunahme am besten geholfen haben, habe ich
nun einmal für euch zusammengefasst

1. Sich kleine, erreichbare Zielen setzten
Wichtig ist, dass die Ziele nicht zu hoch angesetzt werden und dass mit, für sich selbst am besten zu erreichenden, kleineren Zielen gearbeitet wird. Es ist besser, klein anzufangen mit beispielsweise einer wöchentlichen Kalorienerhöhung von 100Kcal, anstatt sich selbst zu überschätzen und gleich mit dem End-Kalorien-Ziel zu
starten. Das würde höchstwahrscheinlich dazu führen, dass nach einem solchen Tag, wenn diese Kalorienanzahl wirklich geschafft werden sollte, sich das schlechte Gewissen so extrem breitmacht, dass am nächsten Tag die Wahrscheinlich, dass mal wieder gar nichts gegessen wird, sehr hoch ist und dementsprechend auch die Wahrscheinlich zu scheitern. Bei kleineren Schritten hingegen, ist es einfacher diese umzusetzen, da der Körper
und vor allem der Kopf Zeit haben, sich an diese, wenn auch nur in geringem Maße höhere, Kalorienzufuhr zu gewöhnen. Natürlich kann es auch hier Rückschläge geben, aber die Erfolgswahrscheinlichkeit auf diese Art und Weise ist wesentlich höher, denn meist fällt es mit jedem Tag etwas leichter die Kalorien auch wirklich zu sich zu nehmen und man verarscht sich am nächsten Tag nicht selbst, denn eine kleine Menge löst meist keine so heftigen Schuldgefühle aus wie eine sehr Große. Außerdem wirken die kleineren Ziele sich weitaus motivierender auf uns
aus, da mehr Erfolgserlebnisse bestehen und der Wille durchzuhalten dadurch noch gestärkt werden kann und
ganz vielleicht fängt dadurch das Ganze sogar irgendwann an Spaß zu machen. Wer weiß 🙂

2. Mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen
Damit die erhöhte Kalorienzufuhr auch gut durchgezogen werden kann und sich nicht nach jeder Mahlzeit ein extremes Völlegefühl breitmacht, kann es vorteilhaft sein, sich mehrere kleinere Mahlzeiten für den Tag zu
planen, anstatt drei Großer. Der Magen hat durch diese mehreren, kleineren Mahlzeiten ständig etwas zum
arbeiten und so wird zusätzlich auch noch der, wahrscheinlich sehr „kaputte“ (=runtergefahrene) Stoffwechsel, langsam wiederaufgebaut. Dieser Punkt ist jedoch sehr Typabhängig. Wer lieber zwei, drei größere Mahlzeiten
zu sich nimmt und mit den vielen Kleineren nicht klarkommt, sollte auf jeden Fall das machen, was für ihn
oder sie selbst am besten ist und vor allem, womit der eigene Kopf am besten umgehen kann.

3. Die Waage wegstellen
Anfangs hatte ich mich wirklich jeden Tag auf die Waage gestellt und auch wenn ich zunehmen wollte, war ich enttäuscht, sobald die Waage „mehr“ anzeigte. Mich verunsicherten sogar schon 100g mehr, auch wenn tägliche Schwankungen völlig normal waren und ließen mich somit den Tag über wieder weniger essen, was wiederrum meinem Ziel widersprach. Als ich mich dann jedoch endlich dazu überwinden konnte die Waage ganz wegzustellen, besserte sich meine gesamte Situation und mir fiel die erhöhte Nahrungszufuhr noch ein wenig leichter. Ich fühlte mich freier, nicht mehr von den Ziffern der Waage gefangen. Um eine Aussage über mein Äußeres zu erhalten, begann ich, in den Spiegel zu schauen und ließ mein Gewicht endlich an Bedeutung verlieren. Ich wog mich nur
noch alle zwei bis drei Monate und war somit nicht ständig mit meinen Gedanken bei meinem derzeitigen Gewicht, da ich es schlichtweg einfach nicht wusste. Bis heute haben wir keine Waage mehr bei uns zu Hause, einfach aus
dem Grund, weil das Gewicht wirklich ÜBERHAUPT NICHTS über den Menschen aussagt. Es sagt nichts über
das Äußere aus, da Muskeln mehr wiegen als Fett und somit zwei Menschen mit derselben Größe und demselben
Gewicht wirklich total unterschiedliche Figuren haben können, aber vor allem sagt es nichts über das Innere
aus! Es hat lange gedauert, bis ich das verstanden habe, aber umso schöner ist es heute.

4. Die Mahlzeiten planen
Mir hat es sehr geholfen, mich nach einem festen Ernährungsplan zu ernähren und somit für eine gewisse Zeit
im Voraus schon zu wissen, was und wieviel ich wann essen werde. Anfangs ist diese Methode nicht einfach, da
es viel Zeit zum Vorbereiten braucht und manchmal der Appetit, sofern er vorhanden ist, auch gern etwas Anderes
zu sich nehmen würde. Der Vorteil dabei war für mich jedoch, dass sich meine Gedanken nicht immer und immer wieder nur darum gedreht haben, was ich denn als nächstes essen könnte, ob ich es noch „darf“ oder ob das nicht doch „zu viel“ wäre. Dank meiner lieben @Nina Bikinifitness waren meine Gedanken wesentlich freier, da sie mir einen festen Ernährungsplan erstellt hat, nach welchen ich mich richten konnte. Das war für mich wirklich eine riesen Erleichterung und dadurch war es mir möglich, meine Gedanken wieder freier werden zu lassen.
Danke Nina!

5. Wenn die Angst kommt – DANN ERST RECHT
Mit diesem Motto ist es mir an Tagen, an denen die Angst vor dem „vielen“ Essen in mir manchmal dann doch
wieder durchschimmerte, gelungen, meinen – der Angst verschuldeten Selbstbetrug – zu besiegen und anstatt
die Mahlzeit, die vor mir lag mittendrin abzubrechen, aß ich in solchen Momenten erst recht alles auf. Manchmal, wenn es beispielsweis um eine gewisse Menge an Nüssen ging und die Angst kam, aß ich sogar noch ein wenig
mehr. Dadurch machte ich mir immer wieder klar, dass Essen nichts Schlimmes ist, dass es mir nicht weh tut
und dass ich auch nicht sofort dick werde, nur, weil ich endlich wieder esse! Für gesunde Menschen ist es schwer, diese Angst nachvollziehen zu können, aber Betroffene wissen genau was ich meine. Das Gefühl, welches dann plötzlich in einem ausbricht – die Körpertemperatur steigt, die Atmung fällt schwerer und die Gedanken kreisen immer und immer wieder um dieses, plötzlich so riesig erscheinende Essen, welches noch immer vor einem liegt. Dann kommt das schlechte Gewissen hinzu und plötzlich hat der Betroffene nicht mehr den Gedanken, sondern
der Gedanke den Betroffenen. Damals war das nicht selten der Fall bei mir, aber mithilfe dieses Mottos habe ich
es endlich geschafft, dieser sinnlosen Angst und dem damit verbundenen Selbstbetrug zu entkommen.

6. Sich auch mal etwas gönnen
Lange Zeit war es für mich unvorstellbar etwas zu Naschen oder etwas Ungesundes zu mir zu nehmen. Ich hatte regelrecht Schweißausbrüche, wenn ich zum Essen eingeladen wurde und unsere Tour in einem Burgerladen
endete- dort wo es Nichts für mich gab. Das war schrecklich und hat auch oft dazu geführt, dass ich aus Angst
vor dem Essen zu Hause geblieben bin, anstatt mit meinen Freundinnen loszugehen. Ich mied alles Ungesunde
was nur möglich war und gönnte mir nichts – weder ein Eis im Sommer mit meinem Freund, noch ein Gläschen Wein an einem geselligen Abend mit meinen Eltern- nichts von dem erlaubte ich mir. Auf Dauer gesehen wirkt
sich diese völlige Einschränkung jedoch extrem negativ auf das Gemüt aus. Die Laune ist ständig im Keller
(was mir jedoch schon lange nicht mehr auffiel, da ich eh von leichten Depressionen begleitet wurde in der Zeit
und das für mich schon „normal“ war) und nichts macht mehr Spaß. Es wird sich zurückgezogen, verkrochen
und versteckt. Um gegen meine Angst anzukämpfen, begann ich einmal die Woche mir etwas Süßes oder Anderes meiner Wahl zu erlauben und versuchte das dann auch wirklich durchzuziehen. Manchmal brauchte ich die ganze Woche, um mich mental auf diese eine Mahlzeit vorzubereiten, aber je öfter ich es durchzog, desto leichter fiel es
mir und schließlich fing ich an, mich richtig darauf zu freuen! Ich verstand, dass es WICHTIG ist, sich auch mal
etwas zu gönnen und sich nicht alles zu verbieten. Es ist wichtig, sich auch mal zu belohnen und diese Belohnung dann auch zu genießen. Anfänglich fiel es mir sehr schwer und mit genießen hatte das wirklich nicht viel zu tun,
da ich während des gesamten Essens Angst vor den Kalorien hatte. Je mehr Zeit aber verging und je mehr ich verstand, dass eine ungesunde Mahlzeit mich nicht gleich dick werden lässt, umso mehr Freude entwickelte ich
an diesen „Cheat-Meals“. Heute frage ich mich, wieso ich auf all diese leckeren Dinge so lange und so strikt
verzichtet habe? Ich war als Kind so eine Naschkatze und habe mir auf einmal ALLES verboten – nur um dünn
zu sein und das hatte einen hohen Preis – Meine Lebensfreude, meine Energie, meine Kraft, mein Spaß am Essen
und am Leben, meine Gesundheit – all das habe ich aufgegeben, nur um dünn zu sein..

Heute weiß ich endlich wieder, dass Naschen das Herz erfüllen kann und man definitiv keine Angst davor haben muss! Was ist schon dabei sich ein Eis zu gönnen und ein Glas Wein dazu zu trinken? Es war wirklich ein Kampf
bis ich diese Dinge endlich wieder genießen konnte und klar, ich werde wahrscheinlich immer eine sehr gesunde Ernährungsweise beibehalten, aber ich werde mir definitiv nichts mehr verbieten! Dafür war der Weg hierher zu
lang und der Kampf zu hart. Ich werde mein geliebtes Samstag- oder Sonntagabendritual: Mein Eis – vor allem Magnum Joghurt Fresh – und manchmal ein Glas Rotwein dazu, mir nie wieder verbieten, denn es ist wichtig, sich auch mal etwas zu gönnen!

Mit viel Liebe und Herz,
Eure Lisa Maria

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